TOYOTA HILUX EXPEDITION V1 by GEOCAR & HURTER OFFROAD - DAS FOTOGRAFENAUTO

Jeder Natur- und Landschaftsfotograf träumt von einem Heim auf 4 Rädern. Wenn man jedoch schon einmal mit einem normalen Wohnmobil gefahren ist, merkt man, dass aufgrund der kleinen Bodenfreiheit und fehlendem 4x4 die Flexibilität, auch einmal offroad zu fahren, eher bescheiden ist. Nach jahrelangem Sparen konnte ich mir Mitte 2013 einen Traum erfüllen und einen eigens für mich produzierten Toyota Hilux Expedition in Auftrag geben. Der Bau des Fahrzeugs dauert ein Jahr und es waren 3 Firmen an der Produktion beteiligt. Was dabei entanden ist, ist ein einzigartiges, nur einmal existierendes Fotografenauto - der Hilux Expedition V1 - Spitzname "ÚLFUR" (isländisch für Wolf). BILDERGALERIE WEITER UNTEN

Basisfahrzeug: Toyota Hilux 3.0l Diesel - Automat - Sol Premium Ausführung

MODIFIKATIONEN HILUX AUSSEN / FAHRZEUGVERÄNDERUNGEN: Verbaut von Hurter Offroad
- Spurverbreiterung von 6cm 
- Offroad Schwerlast-Felgen von OZ mit 285 R70 17 All Terrain II Pneu
- Seit Juli 2016 ARCTIC TRUCKS Fahrwerkumbau - Neu FOX COILOVER 2.5 und 3.5 Factory Top Fahrwerk 
- Neue Arctic Trucks Island Lenksäule, Achsschenkel (speziell verstärkt von AT)
- Fahrzeugverbreiterung um 30cm mit Arctic Truck Kotflügelverbreiterung
- Fahrzeughöherlegung 6cm Fahrwerk, 5cm Karosserie, 3cm Raddurchmessererhöhung
- Einbau von Long Rang 160l Tank vorne
- Einbau von 70l Tank hinten
- Unterbodenschutz 5mm 
- 100% Sperrdifferenzial vorne und hinten ARB
- Einbau von ARB Kompressor für Sperrdifferenzial und Radpumpe
- Leistungssteigerung auf 225PS / Verbrauch Total getestet auf 2000km bei 12.2l / 100km mit Kabine
- TJM Schnorchel
- 2x Optoma 80Ah Starterbatterie vorne
- Anbau von Frontschutzbügel für Zusatzscheinwerfer
- 5.5t WARN-Seilwinde mit Umlenkrolle vorne
- LAZER Lamps zwischen 200m und 850m Reichweite vorne an Alkoven und Frontschutzbügel
- HELLA Flutscheinwerfer Luminator vorne - totale Lichtleistung 38'000 Ansi Lumen

MODIFIKATIONEN INNEN - Verbaut von Hurter Offroad
- Neigungs- und Höhenanzeige Montage
- Zusatzscheinwerfer und Sperrdiffenzialbord innen
- Funkgerätehalter und Mittelkonsole am Dach
- Frontscheibenradioantenne
- Sitz- und Rückenheizung vorne
- Automatoptimierung von Nestle Offroad

Warum der Toyota Hilux 2015?
Bei der Wahl des ultimativen Geländeautos scheiden sich die Geister. Einen absoluten Alleskönner gibt es nicht. Wäre ich nun nur im Busch in Australien unterwegs wärs ein Toyota HZJ geworden, wär ich nur in Europa unterwegs ein VW Amarok. Ich hab mich auf meinen vielen Reisen rund um die Welt immer ein bischen geachtet, was die Leute vor Ort für Autos fahren und auch mit vielen gesprochen. Der meistvertretene Geländewagen war der Toyota Hilux - das ultimative, unsterbliche Arbeitstier. Kumpels von mir in Namibia fahren mit 2010er 3.0l rum, die bereits über 650'000km auf dem Tacho haben und das ohne auch nur ein Problem. Der Toyota HZJ und Defender wären bestimmt was das elektronische angeht noch einmal besser, JEDOCH spielt mir vor allem bei langen Strecken auf der Autobahn zum Zielort auch der Komfort eine wichtige Rolle und die 2012-2015 Hilux fahren sich wie ein PW, sind laufruhig und verfügen im Vergleich zu den Konkurrenten über wenig Elektronik. Dazu kommt, dass der Toyota Hilux als meistverkaufter Pickup der Welt überall repariert werden kann. Der Hilux ist also eine Mischung als Komfort, extremer Geländetauglichkeit und verhältnismässig wenig Elektronik. Dazu kommt dass der Hilux schon von Werk aus 70cm Wattiefe hat und mittels Höhersetzung von Getriebe- und Bremsentlüftung und Schnorchel locker über 1.2m Wattiefe machbar sind. Die Spezialisten sagen immer dass der Hilux bevor er zum ersten mal Wasser ansaugt zu schwimmen beginnt. 

WOHNKABINE VON GEOCAR
Monatelang hab ich sämtliche Wohlkabinenhersteller der Erde durchforstet auf der Suche nach der perfekten Wohnkabine für den Offroadeinsatz. Kabinen gibt es von 10'000 bis 100'000 Euro. Ich unterscheide zwischen Wohnkabinen bei denen die Pritsche (Ladefläche von Pick Up's) auf dem Wagen bleibt und die Kabine auf die Pritsche gesetzt wird und Wohnkabinen, die die Pritsche ersetzen und direkt auf den Rahmen fix verschraubt werden. Auf dem Markt gibt es zahlreiche Anbieter von Wohnkabinen für Pickups. Folgende Überlegungen hab ich mir bei der Entscheidung gemacht:

Vor- und Nachteile von Pritschenkabinen und Fixkabinen

Aufsatz-Wohnkabinen, welche auf Pritsche gesetzt werden (z.B. Tischer, Nordstar und Gazell)
+ Flexibilität das Auto auch ohne Kabine brauchen zu können
+ Preis (maximal 40'000 Euro) 
+ Viel Komfort (Beispiel Tischer 260 Kabine)
– Hoher Schwerpunkt und sehr schlechter Böschungswinkel (schlecht bei Offroadfahrten)
– Platzverlust auf der Seite, da die Pritsche drauf bleibt
– Meist hohes Gewicht
– Kein Durchstieg zur Fahrerkabine

Fixe-Wohnkabinen, welche die fest auf das Fahrzeug gebaut werden (ersetzen Pritsche) - Geocar, Bimobil, Azalai, Eigenbau GFK.
+ Meist sehr leicht
+ Es wird viel Platz gewonnen, da die Pritschenwände wegfallen
+ Niedriger Schwerpunkt und guter Böschungswinkel hinten - perfekt für Offroadeinsatz
+ Kabine wird mit Fahrerkabine verbunden und teils mit einem Durchstieg versehen
– meist sehr teuer (bis 100'000.- beim Hilux)
– Aufgrund von Leichtbauweise weniger Holz und mehr GFK und Plastik
– meist keine Serienproduktion, das heisst man wartet bis zu 2 Jahre auf die Kabine
– die Kabine kann nicht einfach abgenommen werden

Entschieden hab ich mich schlussendlich für die wunderschöne und zeitgleich hochmoderne Wohnkabine von Arno Klenkhart bei Wien - die GEOCAR. Diese Kabine gibt es als Aufsatz-Kabine (Vikunja) und als fest verbaute fixe Wohnkabine (Condor, Condor Plus und Condor Expedition). Nach vielen Gesprächen mit Arno Klenkhart hat er mir angeboten, einen Prototypen für mich zu bauen, eine Condor EXPEDITION. Dabei handelt es sich um eine einzigartige GFK handlaminat Bauweise als Monocoque. Die Condor Expedition Kabine ist gerade einmal 400Kg schwer und das bei voller Ausstattung. Durch die extrem aerodynamische Bauform nimmt der Spritverbrauch im Vergleich zum normalen Pickup um gerade einmal 1.2l / 100km zu. Ebenfalls von Vorteil ist das exzellente Platzangebot der Geocar. Die Expeditionsvariante bietet Platz für 5 Erwachsene (Essen und Aufenthalt) und beim Schlafen bequem Platz für 2 Erwachsene (Bett 140x200cm) und 2 Kinder. 

Der Preis für die Wohnkabine inkl. Zubehör und Einlösen in der Schweiz für Hilux (Euro 84'000.-) - Was im ersten Moment nach viel Geld klingt, relativiert sich, wenn man die unglaublich gute Fertigungsqualität, die Erscheinung und vor allem die Funktionalität einmal erforscht hat. Folgende Ausstattung ist im beschriebenen Preis enthalten:

- GEOCAR GFK Monocoque Condor Expedition Kabine
- 1.5 Quadratmeter Solarpanel mit sehr hohem Wirkungsgrad
- 3x Optoma Batterie mit Überwachungssystem (240Ah)
- Ladewandler für total autarke Stromversorgung (12V und 230V bis 4000 Watt) 
- Drohnenladestation mit 20Ah Ladestrom in der Heckklappe
- Standheizung (für Wohnwagen von 10m Länge) mit Display
- Warmwasseraufbereitung mit 11l Heisswasserboiler
- Dusche mit Mischventil
- Küche mit 2 Gasherden und Waschbecken
- Kühlschrank mit Tiefkühler
- Toilette (Porta Potti Excellence) 
- Holzlamminatboden
- 2800W Sinuswandler für Betrieb von Kaffeemaschine, etc.
- Durchstieg in Hilux mit Rollladen abschliessbar
- iPad Halterung
- Grosses Glaspanoramadach (Aufstellbar für 2.2m Standhöhe) 
- Möbel aus GFK beim Bett und bei Küche oben
- Grauwassertank
- 110 Liter Frischwassertank
- Sitzbänke aus GFK für 4 Erwachsene, umwandelbar in 2 Kinderbetten
- 140x200cm Bett (14cm Lattenrost-Matratze für gesunden und guten Schlaf von Fanello) 
- 2x Sandbleche
- 1x 1.20m High Jack von ARB
- Rückfahrkamera, Rücklichter nach Europa-Vorschrift
- Sicherheitstüre mit doppeltem Sicherheitsschloss
- Dimmbare LED Lampen (Warmlicht) 
- etc. 

Glykol-Thermo Heizung
Besonders zu erwähnen ist die eingebaute Glykol-Thermo-Heizung, die im Motorraum sitzt und mittels gedichteten Aluminiumrohren, die zur Kabine führen die gesamte Kabine mittels Wärmetauscher und Radiatoren erhitzt und auf dem Weg dorthin noch über den Heisswasserboiler das Frischwasser aufheizt. Besonders zu erwähnen ist ein Heizradiator, der den gesamten Alkoven aus von den Füssen her aufwärmt. Mittels Elektromagnetischem Schalter wird in kalten Nächten auch der Motorblock erhitzt und bei kalten Tagen während der Fahrt wird der Motor so während der Fahrt zur Heizung für die gesamte Kabine. Da die gesamte Kabine 2-3cm dick isoliert ist (auch der Boden und die Stauräume) sind in der Kabine auch Nächte bei -30 bis -40 Grad Celsius problemlos. 

BILDERGALERIE

Metallic Lackierung der Condor Expedition Metallic Lackierung der Condor Expedition